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Entfernung von Bienen und Wespen

(Quelle: Hinweisblatt Berliner Feuerwehr, gemeinsam ergänzt und bearbeitet durch Stadt Waldenbuch/Landratsamt Böblingen (Naturschutzbehörde)

Hornissen

Besonders die Hornisse ist wegen ihres angeblich lebensgefährlichen Stiches gefürchtet - bereits 7 Stiche sollen ein Pferd und drei einen Menschen töten können heißt es im Volksmund, wohingegen die Hummel harmlos sei da sie nicht stechen könne. Tatsache ist, dass alle sozialen Wespen und Bienen (auch die Hummel) stechen können; ihr Stich ist schmerzhaft, aber nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Nur Stiche im Mund oder Rachen können aufgrund der Schwellung lebensgefährlich sein.

Eine seltene (ca. 2% bis 3% der Bevölkerung sind davon betroffen) aber lebensgefährliche Ausnahme ist die Insektengiftallergie. Allergiker reagieren in der Regel auf eines von vier Proteinen im Insektengift. Wer allergisch auf einen Bienenstich reagiert kann auch auf einen Wespenstich allergisch reagieren, dies muss aber nicht sein. Eine starke Reaktion auf einen einzelnen Stich (lokale Schwellung, erhöhter Pulsschlag) ist alleine noch kein Hinweis auf das Vorliegen einer Allergie. Erst ein diagnostischer Hauttest beim Allergologen verschafft Klarheit.

Die Mär von den 7 Stichen

  • Starkes Vorurteil über die Stichwirkung, Tiere sind "lediglich" größer als Wespen! Beim Stich wird weder mehr noch ein stärkeres Gift eingespritzt als bei Wespen oder Bienen.
  • Hornissen sind auch nachtaktiv und fliegen bei Dunkelheit Lichtquellen an. Man kann sie mit einem Glas fangen und wieder aussetzen.
  • Wenn Hornissen und Wespen auf Nahrungssuche sind, stechen sie im Normalfall nicht! Nur in unmittelbarer Nestnähe ist besondere Umsicht geboten.
  • Nur Honigbienen verlieren beim Stechen ihren Stachel, weil ihr Hinterleib zu schwach ist den Stachel wieder heraus zu ziehen.
  • Hornissen koten direkt unter ihrem Nest ab, hieraus resultiert eine Geruchsbelästigung. Zur Abhilfe kann man solche Stellen mit einer Zeitung belegen und diese regelmäßig wieder auswechseln.
  • Hornissen können ab etwa August Sekundärnester gründen.
  • Ein ordnungsgemäßer Schädlingsbekämpfer, wird nicht illegal das Umsetzen oder Beseitigen von Hornissennestern anbieten.

Spezielle Probleme bei Hornissen:

Der Nestzyklus der Hornissen beginnt im Mai und endet im Oktober. Ein Hornissenvolk besteht aus 300 bis 1.000 Tieren. Erwachsene Tiere ernähren sich ausschließlich von Pflanzensäften (besonders Flieder); die Brut wird mit Insekten (vor allem Wespen) gefüttert - süße Speisen und Getränke werden nicht angeflogen! Hornissen sind etwa 3-4 cm groß, Wespen etwa 1-2 cm, und an ihrer bräunlich-orangefarbenen Färbung gut zu erkennen. Wespen weisen eine schwarz-gelbe Färbung auf. Hornissennester können frühestens ab Mitte Juni umgesetzt werden.

Wespen

Die Wespen unterscheiden sich anhand ihrer Nester grob in drei Gruppen: Die sehr seltenen Feldwespen, die kleine offene Waben an Halmen oder Sträuchern errichten. Diese Wespen sind sehr friedfertig. Verschiedene Wespenarten, die freihängende Kugelnester unterm Vordach, auf dem Dachboden oder in Hecken bzw. Erdnester errichten. Diese Nester können je nach Art Tennisball- oder maximal Fußballgröße erreichen und beinhalten maximal 30-200 Tiere. Diese Wespen sind ebenfalls überwiegend friedfertig und in Fällen der Arten in Hecken und Erdnestern selten und zumeist geschützt. Es verbleiben drei Arten von Wespen („die Wespen“ im klassischen Sinne), die große Nester mit bis zu 10.000 Tieren bauen können. Diese Tiere bauen nie freihängende Kugeln sondern immer geschlossene unförmige Nester in dunklen Nischen (z. B. auf dem Dachboden, in der Dachisolierung, im Rollladenkasten). Auf Grund der großen Zahl der Tiere werden diese Arten eher als lästig empfunden und kommen auch verstärkt nach süßen Getränken und Speisen.
Wespen sind Allesfresser (Aas, erbeutete Insekten, süße Pflanzensäfte, Lebensmittel). Grundsätzlich werden vorhandene Nester im folgenden Jahr nicht erneut besiedelt. Es ist aber möglich, dass sich Wespen über mehrere Jahre hinweg an der gleichen Stelle ein Nest errichten. Dies hängt in erster Linie von dem Standort ab. Die Beseitigung von Wespennestern erfolgt ggf. durch den Schädlingsbekämpfer.

Hummeln

Hummeln bauen ihre Nester oft in Erdhöhlen und anderen unterirdischen Hohlräumen wie z.B. alte Kaninchen- und Mäusebauten. Der Nestzyklus erstreckt sich von März bis August. Die Königin baut die erste Wabe aus Wachs und zieht dort die erste Generation von Arbeiterinnen heran und stirbt im Herbst. Königinnen sind die größten Tiere innerhalb eines Volkes. Ein Volk besteht bei Hummeln aus ca. 300 Tieren. Hummeln ernähren sich und ihre Brut mit Pollen und Nektar. Eine Ausnahme bildet die Baumhummel. Sie gründet ihr Nest in Bäumen (alte Vogelnester aber auch im Dachgeschoß von Gebäuden) und ist aggressiv. Die Farbe der Baumhummel ist grau mit schwarzen Streifen. Hummeln sind in der Lage sich bei Gefahr gegenseitig zu alarmieren, gelten im allgemeinen aber als ungefährlich.
Hummelnester können umgesetzt werden. Das Umsetzen von Nestern der Baumhummel ist aufgrund der in den Baumkronen sitzenden Nester mitunter schwierig.

Mauerbienen (Solitärbienen)

Aus dem Namen leitet sich ab, dass Mauerbienen im Mauerwerk ihre Eier einzeln in vorhandene Risse und Löcher ablegen. Der Nestzyklus erstreckt sich hier ebenfalls von Mai bis August. Auch von Mauerbienen geht im allgemeinen keine Gefährdung aus. Sie können nicht umgesetzt werden.

Sandbienen (Solitärbienen)

Der Nestzyklus der Sandbienen erstreckt sich von Mai bis August. Sandbienen graben an sandigen Plätzen (z.B. Spielplätze, Kita) Gänge in den Boden und richten hierin ihre Nester ein. Erkennbar sind die Nester an vielen kleinen Löchern im Boden an deren Eingang sich kleine Sandhügel befinden. Von Sandbienen geht im allgemeinen keine Gefährdung aus. Sie stehen unter Naturschutz und ihre Nester können nicht umgesetzt werden.

Sogenannte Wildbienen

Es gibt ca. 550 Arten von Wildbienen in Deutschland die überwiegend solitär aber teilweise auch in kleineren Staaten leben. Sie spielen vielfach eine große Bedeutung bei der Bestäubung von Pflanzen. Sehr viele Wildbienen sind selten und geschützt. Von ihnen geht keine Gefahr aus. Bei den Solitärbienen legt jede einzelne Biene einen kleinen Gang an oder nutzt vorhandene Strukturen in Holz oder Stein um dort Eier und Nahrung für die Nachkommen abzulegen. Gänge können in Mauerwerk, Holz, Lehm und Sand errichtet und genutzt werden.

Im Folgenden werden die Unterschiede der einzelnen Gattungen kurz dargelegt:

Jeden Sommer häufen sich die Klagen über Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. An süßem naschende Wespen oder ein Hummelnest im Schulhof sind einige Beispiele solcher Konflikte. Alle sozialen Wespen- und Hummelarten bilden im Gegensatz zu der Honigbiene ein nur für wenige Monate bestehendes Volk. Häufig ist nicht bekannt, dass Wespen durch die Bejagung von Ernte- und Forstschädlingen eine ökologisch und ökonomisch wichtige Bestandsregulation ausüben.
Der Bekämpfung störender Nester sind jedoch Grenzen gesetzt, denn die Hornissen (Vespa crabro) und die Hummeln (Bombus spec.) sowie die meisten Wildbienenarten sind nach § 20 BNatSchG besonders geschützt. Sie dürfen grundsätzlich nicht ohne besondere Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde bekämpft werden.

Bienen, Wildbienen, Hummeln, Wespen und Hornissen

Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, (sogenannte Hymenopteren) stellen keine Gefahr dar. Alle Hymenopteren können stechen. Dies ist zwar schmerzhaft, jedoch in der Regel nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie (2- 3% der Bevölkerung) können Stiche schwerwiegende Folgen haben.

Hymenopteren üben eine wichtige Bestandsregelung bei Ernte- und Forstschädlingen aus und bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Wespen unterstehen dem allgemeinen Schutz, eine Vielzahl von Arten sogar einem besonderen Schutz. Das heißt, ohne einen triftigen Grund dürfen Nester nicht entfernt werden. Bei der Umsiedelung oder gar Beseitigung eines Hornissen- oder Hummelnestes ist ein Antrag auf Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten erforderlich.
Hymenopteren leben nur wenige Monate, daher kann man die Nester im Herbst problemlos entfernen und umsiedeln, sie sind um diese Jahreszeit verlassen und stellen keine Gefahr mehr dar. Beratung und Hilfe erhalten Sie beim Berliner Hymenopterendienst und diversen Umweltverbänden.

Nachfolgend erhalten Sie noch interessante Informationen zu den Hymenopteren:

  • Landratsamt Böblingen/Naturschutzbehörde
    Herr Dieter Schmidt, Tel.: 07031 663-1275
  • Bezirksverein für Bienenzucht Böblingen-Sindelfingen e.V.
    Vorstand: Winfried Zilian, Telefon : 07159 43561
  • Hornissen – und Wespenberater in Landkreis
    Meike Bosch, Tel.: 07031 812326
    Bruno Böhmler, Tel.: 0703 36467

Wird die Feuerwehr von Privatpersonen zur Entfernung von Insekten gerufen, handelt es sich in der Regel um einen gebührenpflichtigen Einsatz, der nach der zum Zeitpunkt des Einsatzes gültigen Feuerwehrgebührensatzung abgerechnet wird.
Bevor die Feuerwehr gerufen wird, sollte grundsätzlich geprüft werden, ob eine der folgenden Institutionen für Informationen oder die Umsetzung/Entfernung der Insekten in Betracht kommt:

Die Feuerwehr rückt zur Beseitigung von Insekten nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt. Eine Gefahr durch Hymenopteren ist dann gegeben, wenn die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Dies ist z.B. in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen gegeben.

Liebe Leserinnen und Leser,
Kommt die Feuerwehr auch bei Wespen und Bienen?
Kann-Aufgaben sind in der Regel gebührenpflichtig. Was im Einzelnen Kann- und was Pflicht-Aufgaben sind, ist in der Feuerwehrsatzung geregelt.

Ansprechpartnerin

Frau Bettina Weinstein
Bild des persönlichen Kontakts Frau Weinstein
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Fax 07157 1293-77
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