Stadtgeschichte aktiv erleben
22 Objekttafel informieren Sie über die 700-jährige Geschichte der Stadt Waldenbuch. Machen Sie sich auf den Weg und erleben Sie die Stadtgeschichte Waldenbuchs aktiv.
Seien Sie Gast in Waldenbuch wie einst Schiller, Goethe und Uhland.
Entdecken auch Sie die Schokoladenseiten bei einer reinen Gehzeit von ungefähr 45 Minuten wandern Sie rund um den Schlossberg, zu dem Museum der Alltagskultur im Schloss Waldenbuch bis zum MUSEUM RITTER und zurück. Verbinden Sie Ihren Rundgang mit einem Besuch in den beiden Museen und entdecken Sie das gastronomische Angebot und die Einkaufsmöglichkeiten entlang der Museumsachse.
Auf den Übersichtstafeln neben dem Alten Rathaus auf dem Marktplatz, beim MUSEUM RITTER und beim Postamt ist der Rundgang anschaulich dargestellt.
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1 Altes RathausDieses Gebäude, angeblich erbaut 1575, war früher das "Gasthaus zum Rappen". Um 1781 wurde es von Amtmann Klein gekauft. Das frühere Rathaus stand auf dem Marktplatz und wurde später abgebrochen. |
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2 Marktbrunnen"1728 wurde beschlossen, an Stelle des abgängigen mangelhaften Marktbrunnens wiederum einen neuen aus guten Steinen auszuführen." (So in der Waldenbucher Chronik von Otto Springer). |

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3 Stammhaus WiderDieses Gebäude wurde um 1750 durch Hauptmann von Mongy als Gästehaus für die Hofjagden erbaut. 1754 erwarb es der Kaufmann Daniel Wider. Seine Nachkommen lebten hier bis 1923; unter ihnen waren Immanuel Wider, Stadtschultheiß (1838-1870), und Otto Springer (1845-1910), der Chronist von Waldenbuch. |
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4 Dannecker-HausDieses Haus wurde um 1620 erbaut. Hier lebten die Großeltern des bekannten Bildhauers Johann Heinrich Dannecker (1758-1841, Schiller-Büste), der sie von Stuttgart aus besuchen konnte. |
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5 StadtkircheEine Vorgängerkirche ist um 1360 als selbstständige Pfarrkirche bezeugt. Ihr Patron ist Sankt Veit. Offenbar gab es hier Wallfahrten von an "Veitstanz" Erkrankten. Ein Relief des Heiligen, das aus der Vorgängerkirche stammt, ist am Ostgiebel rechts neben dem Portal zu sehen. Die Erweiterung des Schlosses ab 1562 beengte den Raum um das ursprüngliche Kirchenschiff, das sich auf der Westseite des Turmes befand. Es wurde daraufhin an der Ostseite des alten Turmes im Stil der südwestdeutschen Renaissance (mit gotischen Elementen) neu und größer erbaut (1605-1607). |
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6 Kirchturm(15. Jahrhundert) |
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7 Schloss Waldenbuch – Museum der AlltagskulturDas Schloss war ein beliebter Jagdaufenthalt der württembergischen Herzöge, besonders von Carl Eugen (1737-1793). Der Neubau des Ostflügels geschah durch Herzog Christoph (1562-1566) wohl um die alte, schon 1381 genannte Burg herum. Im Treppenturm gibt es eine Wendeltreppe, der Schlossbrunnen wurde 1650 gegraben.1687-1690 wurde der Westflügel (Küchenbau), 1717-1719 der Südflügel errichtet. Dazu musste die alte Burg abgebrochen werden. Seit 1989 befindet sich im Schloss das Museum der Alltagskultur. |
Sitz des Waldvogts
Das war einst das Oberforstamt über den Schönbuch (1534-1807). Genannt seien die Waldvögte Lamprecht Schlegg 1562-1583 (vgl. Nr. 1), Oseas Knapp aus Reutlingen 1615-1626, sein Sohn Thomas Knapp 1626-1674, von Röder 1750-1792.
1883-1975 war hier wieder der Sitz eines Forstamts. Bei der letzten Hofjagd am 6.11.1812 wurden 233 Wildschweine, 297 Hirsche und 211 Rehe erlegt.
Inschrift über dem Schlossportal:
"Im Jahr 1687 am 4. Juni hat Friedrich Karl Herzog von Württemberg, Verwalter und Vormund des jugendlichen Prinzen Eberhard Ludwig, in diesem ersten württembergischen Jagdhaus, dem Herzogsitz unter allen am nächsten gelegen, zur Erhöhung der Geräumigkeit und zur Erweiterung über dem einen Stockwerk ein höheres mit siebzehn Gemächern einwölben lassen und es dadurch höher und für die alljährliche Erholung bequemer gemacht, auch das Werk am Ende des Jahres glücklich abgeschlossen."
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8 PfarrscheuerSie diente der Aufnahme von Obst und Gartenfrüchten, die als Kleiner Zehnt an den Pfarrer abzuliefern waren. Die herrschaftliche Scheuer für den Großen Zehnt liegt jenseits der Stadtmauer am Neuen Weg (vl. Nr. 16). |
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9 Altes PfarrhausDas älteste Pfarrhaus, unter dessen Stützen die Wallfahrer den "Veitstanz” aufführten, wurde auf Betreiben des Reformators Johannes Brenz 1560 abgebrochen. Der heutige Bau ist von 1720 und wurde 1786 und 1834 wesentlich verbessert, 1970 durch ein neues Gemeindezentrum mit Pfarrhaus (im früheren Schloss- und Pfarrgarten) ersetzt. Seit 1990 befindet sich hier die städt. Musikschule. Dieses Haus steht unter Denkmalschutz. |
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10 Gasthaus KroneDas Bäckerwappen der Familie Landenberger stammt von 1705. Seit 1761 war dieses Haus (wie auch "Lamm" und "Linde") im Besitz der Familie Kielmeyer. Die "Krone" war ein beliebter Einkehrort Hohenheimer und Tübinger Studenten. Eine Tischplatte mit eingeschnitzten Namen ist heute noch erhalten. |
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11 "Unteres Tor"Hier zwischen dem Schafhof (vgl. Nr. 12) und der Straße "Unter der Mauer" stand das "Untere Tor" . |
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12 SchafhofVielerorts bestanden herrschaftliche Schafhöfe. Die Schäferei lieferte Wolle als wichtigen Rohstoff. |
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13 StadtmauerWaldenbuch war 1363 beim Übergang an Württemberg Stadt. Das Jahr der Stadtgründung (wohl durch die Grafen von Hohenberg) ist nicht bekannt. Kennzeichen der Stadt ist - neben Gericht und Markt - die Ummauerung. Die Stadt war wie eine große Burg, daher "Bürger”. Der Mauerzug ist im Wesentlichen entlang der Straße "Unter der Mauer” erhalten. |
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14 Kleines "Törlin"Es ist schon im Lagerbuch von 1524 erwähnt. Es diente als Fluchtweg aus der Burg mit Hilfe einer unterirdischen Treppe. |
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15 StadtmühleSie wurde als Mahlmühle 1785 vom Ölmüller Rudolf Haab eingerichtet und kam später in den Besitz der Familie Kielmeyer. |
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16 Alte Zehntscheuer1575 ließ der Geistliche Verwalter des Stuttgarter Heilig-Kreuz-Stifts diese Zehntscheuer auf einem Grundstück der hiesigen Pfarrei errichten. Der ursprünglich über einem beinahe quadratischen Grundriss errichtete Wirtschaftsbau ist im Kern unverändert erhalten. Ein großes, rundbogiges Scheurentor erschloss ihn von der Ostseite her. Der Bau diente zur Aufnahme des Anteils am Waldenbucher Großen- oder Kornzehnten, der dem Stift Stuttgart zustand. 1745 wurde die Scheuer nach Süden hin um einen zweiten Tennenbereich erweitert, erhielt dadurch eine zweite Toreinfahrt und ihren heutigen, rechtwinkligen Grundriss. 1755 wurde der jetzige nördliche Fachwerkgiebel geschaffen. |
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17 Altes BackhausEs wurde 1847 als Back- und Waschhaus erbaut. Im Oberstock befand sich ein Schulraum. Die "Backküche”, zeitweise von einem "Küchenbeck” betreut, war eine wichtige Einrichtung für die Bürger als Selbstversorger, die fast alle Feldgrundstücke besaßen. |
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18 Café am MarktDieses historische Fachwerkgebäude wurde 1585 erbaut. Es gehörte früher den Familien Necker und Ebinger. Heute ist es das Café am Markt. |
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19 "Hirschhof"Dies war das Anwesen des Bürgers Eberlin Kayser, 1524 zwischen Schloss und Obertor erbaut. Bis 1807 befand sich zwischen Waldvogtei und Stadtgraben ein Gehege für Hirsche und Rehe. |
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20 "Oberes Tor"Hier stand das "Obere Tor", eines der Stadttore Waldenbuchs. Es wurde seit 1451 auch "Wyler Tor” genannt, weil es das Tor in Richtung Weil im Schönbuch war. |
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21 Ehemaliger Gasthof PostHier war die alte Posthalterei an der "Schweizer Straße” von Stuttgart nach Tübingen. 1797 wurde das Haus von Kielmeyer neu erbaut. Berühmte Gäste waren u.a.: 1793 Schiller, 1797 Goethe, 1799 Erzherzog Karl (österreichischer Feldherr gegen Napoleon), Uhland. 1984 wurde das Haus von der Familie Golze restauriert und erweitert. |
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22 MUSEUM RITTERDas MUSEUM RITTER wurde 2005 für die Kunstsammlung von Marli Hoppe-Ritter, der Mitinhaberin der Firma Ritter Sport erbaut. Hier werden wechselnde Sammlungspräsentationen und Sonderausstellungen zum Thema Quadrat in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt. Das Gebäude des Schweizer Architekten Max Dudler besteht aus zwei Flügeln und einer verbindenden Passage. Während ein Gebäudeflügel der Kunst gewidmet ist, befindet sich im anderen der Ritter Sport SchokoLaden mit der SchokoAusstellung und der SchokoWerkstatt. |
In der Broschüre “Stadtgeschichte aktiv erleben” sind die Texte der Objekttafeln abgedruckt.
Die Broschüre erhalten Sie gegen einen Unkostenbeitrag von 2,00 € an den Museen sowie im Alten Rathaus im Servicebüro und im Neuen Rathaus auf der Stadtkasse.





















