Vorschläge für Spaziergänge und Wanderungen
rund um Waldenbuch
Ausarbeitung der Wandervorschläge: Walter Nogger
Wanderwart des Schwäbischen Albverein e. V., der Ortsgruppe Waldenbuch
I. Spaziergänge
1. Stäffelestour
2. Stadtlehrpfad, ein Rundgang durch die Geschichte unserer Stadt
3. Informationsrunde
Waldenbuch - Stadion - Steinenbronn - Friedhof - Post Waldenbuch
II. Wanderungen
Tour A = 10 km
Kühnerinsträßle - Mammutbäume - Glashütte - Waldenbuch Walddorfer Straße
Tour B = 14 km
Klassische Mühlenwanderung
Tour C = 15 km
Bebenhausen - Dettenhausen - Waldenbuch
Tour D = 11 km
Echterdinger Straße - Siebenmühlental - Schlößlesmühle - Burkhardtsmühle - Waldenbuch
Tour E = 20 km
Braunacker - Schaichtal - Neuenhaus - Burkhardtsmühle - Waldenbuch
III. Sonstiges
Literatur-Tipps
Wie erreichen Sie uns mit Bus und Bahn? …
I. Spaziergänge
1. Stäffelestour
Bedingt durch die topographische Lage von Waldenbuch gibt es nicht weniger als 51 öffentliche Treppenaufgänge mit ca. 1.656 Stufen. Einen großen Teil können Sie mit der folgenden Beschreibung ablaufen und dabei unsere Stadt näher kennenlernen.
Sie benötigen für die gesamte Tour ca. 1,5 Stunden.
Wir beginnen am Waldenbucher Postamt (Bushaltestelle) in der Stuttgarter Straße, gehen ein Stück nach links und finden zwischen den Gebäuden der Post und dem Autohaus einen Abgang, der Sie nach einem kurzen Stück zu einem Holzsteg über die Aich in die Straße Auf dem Graben führt. Gleich gegenüber weist ein Schild "Museum" zu einem Treppenaufgang, dem Sie bitte nach oben folgen. Er bringt Sie auf unseren Schloßberg. Oben angekommen, sehen Sie vor sich die Rückseite der ev. Stadtkirche St. Veit aus dem Jahre 1607 und nach ihrer letzten Renovierung 1989.
Ganz rechts steht das Schloß, durch dessen Torbogen Sie ruhig einmal einen Blick in den Schloßhof werfen sollten. Es war ein beliebter Jagdaufenthalt der württ. Herzöge, besonders von Carl Eugen (1737 - 1793). Der Schloßbrunnen stammt aus dem Jahre 1650. Seit 1989 beherbergt das Schloß das Museum der Alltagskultur und ist einen Besuch wert.
Die kleine Bronzestatue rechter Hand mit dem Tuba blasenden Knaben, weist auf die Musikschule hin, die sich im ehemaligen Pfarrhaus befindet. Der heutige Bau stammt von 1720, wurde 1786 und 1834 wesentlich verbessert und 1990 renoviert.
Wir gehen links, an der Musikschule vorbei, immer der Häuserzeile in der Kirchgasse entlang. Die folgenden Treppen führen hinunter auf die Vordere Seestraße. Dort angekommen wenden wir uns nach rechts die Marktstraße hoch.
Wir passieren dabei den Schafhof, mit seinem schönen Fachwerk. Vielerorts bestanden herrschaftliche Schafhöfe. Die Schäferei lieferte Wolle als wichtigen Rohstoff.
Die Danneckerstraße mündet von rechts in die Marktstraße. Johann Heinrich Dannecker (1758 - 1841), ein schwäbischer Bildhauer. Seine Großeltern lebten hier im Haus Nr. 1.
Wir folgen ihr ca. 20 m, dann finden wir links die Treppe hoch zum neuen Rathaus. Gegenüber steht das alte Rathaus an dem wir rechts vorbeikommen, um an der angrenzenden Hausfront die Stufen links nach unten zu laufen. Wir befinden uns wieder in der Marktstraße, der wir nach links folgen.
Im Weitergehen öffnet sich links der schöne Marktplatz mit dem alten Rathaus, das angeblich 1575 erbaut wurde; es war früher das Gasthaus zum Rappen. Die ev. Stadtkirche St. Veit, sowie das Schloß stehen im Hintergrund. Der im Rokokostil erstellte Marktplatzbrunnen vor uns stammt aus dem Jahre 1728 und wurde 1953 erneuert.
Rechts das Eckhaus ist das Stammhaus Wider. Erbaut um 1750 durch Mongy als Gästehaus für Hofjagden. 1754 erworben von dem Kaufmann Daniel Wider. Nachkommen hier bis 1923, u.a. Immanuel Wider, Stadtschultheiß 1838 - 1870.
Wir gehen rechts (an der Laterne) eine schmale Treppe abwärts; sie führt direkt zur Straße Unter der Mauer. Auf halbem Wege ein Treppenabsatz, der rechts zum Eingang der Vereinsräume des Schwäbischen Albvereins führt. Unten angekommen sollten Sie sich rechts das alte Backhaus ansehen. Wie auf der angebrachten Tafel hervorgeht, wurde es 1847 als Back- und Waschhaus erbaut.
Wir wenden uns nach links, vorbei an der Stadtmühle, die als Mahlmühle 1785 bereits erwähnt wird. Ein Wasserkanal führt noch heute durch die Mühle. Wir kommen entlang der alten Stadtmauer, die im wesentlichen hier entlang der Straße "Unter der Mauer" noch gut erhalten ist.
Der ehemalige Geheimgang zum Schloß, das "kleine Törlin", wird bereits 1524 im Lagerbuch erwähnt und diente als Fluchtweg aus der Burg mittels unterirdischer Treppe (heute nicht mehr begehbar).
Wir halten uns links, es geht leicht bergan und nach Haus Nr. 1 führen rechts Stufen hinunter zur Vorderen Seestraße, der wir anschließend nach links folgen, nicht ohne vorher einen Blick nach rechts geworfen zu haben, denn gegenüber steht an der Ecke unsere Seniorenwohnanlage "Sonnenhof".
Wir kommen vorbei am Haus Nr. 35 in der Marktstraße, wo ein Türsturz über dem Eingang von 1892 zu sehen ist. Nun überqueren wir auf der Holzbrücke die Aich und stehen unter einem Ensemble mehrerer herrlicher Kastanienbäume, die unter Naturschutz stehen. Etwas links befindet sich der Gänslieselbrunnen, einer von 14 Brunnen die das Stadtbild verschönern.
Leicht rechts gehen wir weiter und an der Ampel über die viel befahrene Nürtinger Straße. Die folgende Treppenanlage ist mit seinen 235 Stufen die längste in Waldenbuch und führt aufwärts zur Langen Steige und gleich halblinks weiter hinauf zum Panoramaweg; jetzt befinden wir uns im Stadtteil Kalkofen. Vor uns steht rechts die Oskar-Schwenk-Schule, unser Schulzentrum. Hier sind die Grund-, Haupt- und Realschule untergebracht mit ca. 880 Schülern.
Die Schulstraße nimmt uns auf bis zum Pestalozziweg, dem wir kurz folgen, vorbei am Kindergarten. Anschließend zwischen den Wohnhäusern die Jahnstraße hindurch, entlang der Gebäude 10-6 und gegenüber nochmals hinauf zum Einkaufszentrum. Hier finden wir einen Supermarkt, mehrere Ladengeschäfte, sowie die Stadtbücherei. Auf dem Platz angekommen wenden wir uns nach rechts, an der Bank abwärts zur Liebenaustraße und zum großen Parkplatz. Wir laufen nach rechts den Pestalozziweg, am Hallenbad vorbei, dessen Kamin weithin sichtbar ist und kommen an die Wendeplatte der Beethovenstraße. Ihr folgen wir nach links bis in die Mozartstraße hinein. Nach ca. 90 m befindet sich rechts eine kleine Grünanlage, wo wir abwärts gehen und dabei den Spielplatz links umrunden, bis zum Panoramaweg. Dieser schöne Aussichtsweg macht seinem Namen alle Ehre und wir folgen ihm nach rechts. Der Weg findet halbrechts seine Fortsetzung in der Oskar-Schwenk-Straße (Oskar Schwenk, 1892 - 1963, Fabrikant und Ehrenbürger der Stadt, Förderer des Waldenbucher Schulzentrums). Diese Stelle kommt Ihnen sicher bekannt vor, kamen Sie doch hier links vom "Städtle" hoch. Wir folgen ihr bis zur Einmündung der Forststraße. Links sehen wir einen kleinen Spielplatz und unmittelbar danach führen Treppen abwärts, die wiederum in den Panoramaweg münden. Rechter Hand befindet sich die Neuapostolische Kirche. Es geht nochmals Stufen abwärts und wir stehen an der Echterdinger Straße, die wir
überqueren und abwärts laufen. Wir kommen zu einer großen Werbeuhr, an der wir rechts gehen und sofort die Stuttgarter Straße überqueren. Über dem Hauseingang von Nr. 25 wieder ein schöner Türsturz aus dem Jahre 1874. Zwischen Haus 23 und 25 führen uns Stufen hinauf zum Steinenbergweg. Hier wenden wir uns nach links und gehen weiter aufwärts, rechts um die Kurve und immer weiter, bis wir zum Friedhofsparkplatz kommen. Wir überqueren ihn und gehen links in den alten Teil des Friedhofs hinein, laufen durch die Birkenallee vor bis zum Kreuz, das an die Toten und Vermißten aus dem 2. Weltkrieg 1939 - 1945 erinnert. Von hier bietet sich ein schöner Ausblick auf Waldenbuch und den Schönbuch. Rechts entlang der Außenmauer sehen wir einen überdachten Abgang, zu dem wir nun gehen, dabei kommen wir am Grab des Fabrikanten Alfred Ritter (1914 - 1974) vorbei, dem Ehrenbürger der Stadt.
Über den Abgang verlassen wir den Friedhof kommen zur Straße Schönblick und finden halbrechts Treppen abwärts zur Straße Am Sonnenhang, sowie eine Fortsetzung bis zum Alten Weg, welcher früher die Straße nach Schönaich war. Über der schmalen Straße führen weitere Treppen abwärts, die uns zur Stuttgarter Straße und somit zu unserem Ausgangspunkt zurückbringen.
Was haben Sie geleistet?
Auf Ihrer Wanderung haben Sie über 1.000 Treppenstufen und 22 Treppenauf- bzw. -abgänge bewältigt.
2. Stadtlehrpfad
- ein Rundgang durch die Geschichte unserer Stadt
Strecke: 1,5 km Gehzeit: 1,0 Std.
3. Informationsrunde
Waldenbuch - Stadion - Steinenbronn - Friedhof - Waldenbuch
Strecke: 6,5 km Gehzeit: 2,0 Std. Höhenunterschied: 70 m
Diese kleine Rundwanderung ist als eine Informationsrunde gedacht, um sich einen ersten Überblick über das Wandergebiet zu verschaffen. Unsere Wanderung startet an der Bushaltestelle "Postamt Waldenbuch", an der vom Schwäbischen Albverein e.V. im Jahre 1994 aufgestellten Wandertafel. Sie bietet uns einen Überblick des gesamten Wandergebiets in der Nähe.
Wir gehen rechts weg. Die dortigen Treppen werden wir am Ende unserer Wanderung herunterkommen. Wir gehen weiter, links an der Esso-Tankstelle vorbei bis zur nächsten Abzweigung, dann nach rechts. Hier finden wir einen Wegweiser, der links bergauf zum Stadion und ins Wohngebiet "Kalkofen" zeigt (Echterdinger Straße). Nutzen Sie die linke Gehwegseite nach oben, bis links das Stadion auftaucht. Nach dem Stadion und vor der Sporthalle führt links ein Teerweg (Hermannshalde) auf die Felder, dem wir folgen.
Nach ca. 300 m kommt eine Sitzgruppe an der wir kurz verweilen, um Wissenswertes zu erfahren:
Im Tal kommt von rechts (Steinenbronn) die alte Bundesstraße 27 (heute L 1208), sie führt durch Waldenbuch und entschwindet im großen Bogen oben halbrechts im Wald Richtung Dettenhausen / Tübingen. In diesem Bereich befindet sich auch der sogenannte "Braunacker", eine große Streuobstwiese und ganz in der Nähe ein Waldparkplatz. Wir peilen den Kirchturm an und sehen rechts davon auf der Höhe uns gegenüber eine einsame Kapelle, sie gehört zum Friedhof, den wir am Rückweg durchqueren. Weiter rechts am Waldhang die Siedlung "Weilerberg".
Schauen wir zurück, wo wir hergekommen sind, erkennen wir das Wohngebiet "Kalkofen" und im Hintergrund das Panorama des Schönbuchs mit dem Betzenberg (500 m) und dem Sendeturm. Unmittelbar unterhalb zeichnet sich eine große Waldwiese ab, es ist die Jungviehweide mit der Jugendfreizeitanlage "Ponderosa". Die Gebäude etwas rechts unterhalb, aber noch auf der Anhöhe, gehören zum Industriegebiet "Bonholz".
In Wanderrichtung liegt Steinenbronn, das auftaucht, sobald wir die nächste kleine Anhöhe erreicht haben. An der Scheune biegen wir rechts ab, überqueren die Straße und gehen unter der Brücke der Landstraße durch, bis zur nächsten Kreuzung im Ort. Wir schwenken nach links in die Tübinger Straße, bleiben auf ihr bis sie an der Einmündung in die Landstraße endet. Hier beginnt ein Rad-/ Fußweg entlang einer Mauer aus großen Steinquadern, an dessen Ende oben rechts entdecken wir ein sogenanntes Kleindenkmal. Ein Sühnekreuz aus dem 15./16. Jh. Es war eine Rechtsgepflogenheit in der damaligen Zeit, zur Ahndung bei Todschlagsdelikten. Außer einer Geldsumme an die Hinterbliebenen des Opfers mußte der Täter auch ein Steinkreuz erstellen. Ca. 1000 solcher Kreuze stehen heute noch in Baden-Württemberg.
Wir wandern auf dem folgenden Feldweg weiter. Später geht es leicht bergab, den Sendeturm immer vor uns, bis zum Friedhof. Dort angelangt, gehen wir über den Parkplatz in den älteren linken Teil hinein bis zur Kapelle. Anschließend nach rechts zum überdachten Abgang, wo wir noch einen schönen Blick auf Waldenbuch haben. Zur Orientierung: links oben wieder das Wohngebiet "Kalkofen", halblinks geht es das Aichtal abwärts und zum Ortsteil "Glashütte".
Wir steigen nun die Treppen hinab, halten uns leicht rechts immer abwärts über die vielen Stufen und zwei Straßen, bis wir an unserem Ausgangspunkt wieder angelangt sind.
II. Wanderungen
Tour A
Walddorfer Straße - Kühnerinsträßle - Mammutbäume - Glashütte - Waldenbuch
Strecke: 10 km Gehzeit: 3 Std. Höhenunterschied: 140 m
Ausgangspunkt ist für unsere Wanderung die Wandertafel an der Bushaltestelle "Postamt Waldenbuch", an der wir schon mal den Wegverlauf nachvollziehen können. An der Fußgängerampel überqueren wir die Straße, gehen über die Brücke der Aich. Dieser kurze Weg mündet in die Straße Auf dem Graben. Ihr folgen wir nach rechts und an der kommenden Abzweigung gehen wir nach links in den Neuen Weg. Wir bleiben auf dieser Straße bis zur Zehntscheuer, wo nach rechts die Walddorfer Straße abzweigt. Ihr folgen wir leicht bergauf, gehen bei der Einmündung der Bonholzstraße geradeaus; drüben in den landwirtschaftlichen, asphaltierten Weg Richtung Waldrand und vorbei an zwei aneinandergebaute Scheuern. Unmittelbar danach geht’s links ab, dem befestigten Waldweg (Kühnerinsträßle) entlang durch lichten Laubwald ca. 2 km. Dabei kreuzt einmal der Wanderweg mit dem blauen Punkt, später auch noch der Wanderweg mit dem roten Kreuz. Wir bleiben unbeirrt auf dem breiten, leicht aufwärts führenden Weg, der auf dem Rücken des Betzenbergs an einer Wegspinne (5 Wege kommen sternförmig zusammen) endet. Ein Grillplatz ladet zur Rast ein. Anschließend gehen wir nach links auf dem Dettenhäuser Sträßchen und dem Wanderzeichen blaues U folgend, leicht abwärts.
Abstecher:
Nach ca. 1 km führt nach rechts ein Weg ca. 50 m direkt auf eine Forsthütte zu. Sie ist wie aus der Gedenktafel über der Türe hervorgeht "Zum Gedenken an Forstmeister Erwin Knödler - Heger von Wald und Wild 1923 - 1953" erbaut. Wir befinden uns am "Weißen Häusle" und finden wiederum eine Grillstelle und dahinter drei dicht beieinander stehende Mammutbäume von stattlicher Höhe.
Mammutbaum = Sequoidendron giganteum. Die Samen für die Mammutbäume im Schönbuch stammen aus Amerika. König Wilhelm I. von Württemberg ließ sie in der Wilhelma (Zoologischer und Botanischer Garten in Stuttgart) aussäen. Die jungen Pflanzen wurden an die Förster im Königreich Württemberg verteilt und ausgepflanzt.
Zurück auf unseren Weg, weiter dem blauen U folgend, kommen wir wieder an eine Gabelung, wo unser Weg links abwärts führt. An dieser Stelle ist zu überlegen, ob man noch einen kleinen Schwenk einplanen kann.
Abstecher:
Römische Spuren am Stellenbrünnele
Wir gehen auf dem rechten Weg (linker Hand ist ein Waldlehrpfad) ca. 300 m geradeaus. Links abwärts führen plötzlich Stufen mit einem Geländer. Dieser Weg führt nach ca. 80 m an das Stellenbrünnele, deren Quelle wurde 1905 gefaßt. Gleich danach finden wir vier Abgüsse der römische Bruchstücke von Grab- und Kultdenkmälern, die beim Anlegen einer Saatschule 1869 hier gefunden wurden. Eine ausführliche Beschreibung finden wir auf den 3 großen Tafeln. Nach eingehendem Studium gehen wir den selben Weg wie wir gekommen sind zurück, bis zur Gabelung.
Wie schon gesagt, führt unser Weg jetzt etwas steiler abwärts. Es folgen noch eine Infotafel "Geschichte des Schönbuch" am Waldlehrpfad, später eine Tafel über unsere heimischen Waldvögel. Weiter unten kommt von rechts hinten eine Waldstraße, "Stellenbronnenweg" steht an einem Baum. Wir gehen zwar weiter abwärts, doch ist jetzt zu entscheiden, ob wir noch einen kurzen Abstecher machen.
Abstecher:
Mitten im Wald erwartet uns ein Kleindenkmal, das vom Hauptweg nicht sichtbar ist. In der Fortsetzung unseres Weges sehen Sie nach ca. 30 m links einen Jägerstand. Dorthin führt ein schmaler Pfad den wir gehen und noch ca. 10 m geradeaus weiter, dann im rechten Winkel nach links, dazu müssen wir uns einen Weg durch das hohe Gras selbst bahnen. Ein bemooster, wenig behauener mannshoher Sandstein (180 cm hoch, 110 cm breit, 60 cm tief) steht hier. Dieser Gedenkstein trägt die Inschrift:
Hier ist Forstpraktikant Wilh. Klingler am 19. Juli 1913 im Kampf mit Wilderern gefallen -- Auf Wiedersehn
Wir gehen wieder hinaus auf den Hauptweg, setzen unsere Wanderung auf diesem noch ein kurzes Stück fort. Er macht bald eine fast rechtwinklige Rechtskurve. Hier verlassen wir den markierten Wanderweg, gehen links den wenig befahrenen Weg in eine Kleingartenanlage. Wir folgen dem Bogen leicht bergauf, bis er auf einen Querweg stößt, auf dem wir nach rechts gehen. Dieser Fahrweg ist später asphaltiert und führt leicht rechts abwärts auf die ersten Häuser des Ortsteils Glashütte zu.
Wir gelangen über den Wacholderweg in die Ortsmitte von Glashütte (ca. 720 Einwohner), an den Platz des "Armen Konrad" mit Bushaltestelle und Brunnen. Schräg rechts gegenüber finden wir die Brunnenstraße. Ihr laufen wir ein kurzes Stück entlang, um gleich wieder rechts bergan den Rübezahlweg hochzugehen. Auf halber Höhe setzt er sich fast geradlinig bis Waldenbuch fort. Wir haben auf diesem Weg einen schönen Überblick hinunter ins Aichtal, hinüber auf die gegenüberlie-gende Anhöhe mit den Stadtteilen Liebenau und Kalkofen (Hochhäuser). Unser Weg mündet in den Tier-äckerweg, wo sich die Schloßgartenstraße anschließt. Sie mündet wiederum in die Bahnhofstraße, der wir nach links folgen. Rechts an der Ecke steht der "Sonnenhof", die Altenbegegnungsstätte, an der wir entlang gehen. Nun können wir durch die Vordere Seestraße in die Straße Auf dem Graben einschwenken, wo wir an unseren Ausgangspunkt zurückkehren.
Tour B
Klassische Mühlenwanderung
Musberg - Siebenmühlental - Waldenbuch
Streckenwanderung
Strecke: 14 km Gehzeit: 4 Std. Höhenunterschied: 65 m
Wir fahren mit dem Bus nach Musberg bis Haltestelle "Musberg Kirche". Dazu steigen wir in Waldenbuch an der Bushaltestelle "Postamt Waldenbuch" in die Linie 86/826. Nach ca. 28 Minuten erreichen wir unser Ziel, das wir sicherheitshalber dem Busfahrer vorher auch sagen, damit er anhält.
Nach dem Aussteigen gehen wir auf der gegenüber liegenden Straßenseite in Fahrtrichtung weiter, halblinks die Böblinger Straße abwärts. Beim Haldenbrunnenweg biegen wir links ab, hinunter zum Mühlenweg, diesem wiederum nach links.
Siebenmühlental: Dieser Begriff ist etwas irreführend, standen doch ursprünglich mehr als 7 Mühlen hier entlang des Reichenbachs. Eine Erklärung könnte eine urkundliche Erwähnung von 1383 sein, wo von 7 Mühlen "im Richenbach" geschrieben steht. Heute sind noch 11 Mühlen zu sehen, die andere Funktionen (Landwirtschaftsbetriebe, Pferdepensionen oder Gasthäuser) haben, nur wenige sind noch Mühlen. Mäanderförmig schlängelt sich der Reichenbach durch das Tal. Früher sicher ein wasserreicher Bach, hat er doch viele Mahl-, Getreide- und Walkmühlen betrieben.
Das Müllerhandwerk war ein angesehener Beruf. Die Müllersleut' waren einsame Familien, die außerhalb der Orte an Bächen siedelten. Die Bauern waren auf sie angewiesen, denn erst durch das Mahlen wurde ihr Korn wertvoll.
Die eigentlichen Herren über das Tal waren im 14. Jh. die württembergischen Grafen. Es gab auch noch die Grundherren, für lange Zeit das Kloster Bebenhausen. Die vom Kloster erhobenen Abgaben waren sehr hoch: teilweise betrugen sie ein Viertel bis ein Drittel des Ertrags! Dagegen waren die württembergischen Grafen direkt bescheiden. Sie begnügten sich mit 2 Hühnern, 10 Eiern und 2 Stück Käse im Jahr (lt. Urbar = Abgabenbuch von 1383).
Die Müller hatten auch Privilegien: so war es ihnen als Gegenleistung für ihre Abgaben im Jahr 1451 gestattet, im Schönbuch Holz zu hauen, zu zimmern, zu brennen, zu zäunen, soviel sie für notwendig erachten und wo sie wollen, ebenso Steine zu brechen und Sand zu graben, jedoch ohne den Wald zu schaden. Diese Rechte sind im Laufe der Zeit immer weiter beschnitten worden, bis 1820 der Staat jedem Müller als Ersatz für diese Waldrechte ein eigenes Waldstück mit 14 - 16 Morgen übereignete.
Auf der gegenüberliegenden Talseite sehen wir bereits die
1. Obere Mühle
Sie gehört zu den ältesten Mühlen und stammt aus dem Jahre 1350. Die Nutzung ist heute eine andere: ein Reitstall und eine Skiliftanlage.
Unmittelbar am Weg steht im weiteren Verlauf unserer Wanderung die
2. Eselsmühle
Von 1451, als Getreidemühle bis heute in Betrieb. Wir schauen uns das große Mühlrad an, verborgen hinter einer kleinen, alten Türe rechts an der Ecke. Ein Lichtschalter ist rechts oben am Türrahmen. Gegenüber der Mühle befindet sich noch eine geologische Sammlung. Vom Holzofenbäcker kann man Backwaren und im Kaufladen Bioprodukte erwerben. Im 1. Stock ist ein Café eingerichtet.
Wir nehmen unseren Wanderweg wieder auf, kommen unter der Bahnbrücke mit ihren 5 Bogen durch (oben verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse der Bundeswanderweg von Musberg nach Waldenbuch) und finden auf der gegenüberliegenden Straßenseite den Fußweg zur
3. Mäulesmühle
Von 1350, zählt sie ebenfalls zu den ältesten Mühlen im Tal, aber nicht mehr in Betrieb. Das schöne Fachwerkhaus von 1819 beherbergt ein Restaurant im 1. Stock und darunter eine kleines Mühlenmuseum. Ihm sollte man einen Besuch abstatten, wenn gerade geöffnet ist. Im rechten Gebäude ist die "Komede-Scheuer in der Mäulesmühle" untergebracht. Die Mundart-Aufführungen sind weithin bekannt.
Wir gehen zwischen den Häusern weiter, vorbei an einem Grill- und Kinderspielplatz, über die kleine Brücke und links neben der Straße den nicht asphaltierten Rad-/ Fußweg entlang. Wir erreichen bald die Seebrückenmühle, die wir über den Parkplatz auf der anderen Straßenseite erreichen.
4. Seebrückenmühle
Gegründet 1556. Eine Brandbombe zerstört 1944 völlig die Mühle. Nach dem Wiederaufbau wurde ein Restaurant daraus. Dort befindet sich auch die Galerie "Weisse Scheuer" von Hans Hahn-Seebruck, Bildhauer und Maler.
An der linken Ecke des Parkplatzes führt ein geteerter Fahrweg am Waldrand weiter. Das Wanderzeichen rotes Kreuz weist uns nun durch das ganze Tal.
Als nächstes kommen wir zur
5. Schlechtsmühle
1451 erste Erwähnung als Getreidemühle. Heute ein Bioland Hof, den wir nicht besichtigen können.
Am Waldrand führt der Weg weiter talabwärts, bis rechter Hand zwei Weiher zu sehen sind und ein Pfad abwärts führt. Er endet an der
6.Schlößlesmühle
1451 erstmals erwähnt, steht direkt an der Schweizer Straße (ehemalige Poststraße, der alte Verbindungsweg von Stuttgart über Tübingen nach Basel). 1912 wurde die Schankerlaubnis erteilt und Getreide gemahlen wurde bis 1925. 1945 schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau als Gaststätte errichtet. Mahlsteine stehen noch an der Hauswand.
Wir gehen um das Gebäude, über die steinerne Brücke und gleich links dem Wanderzeichen rotes Kreuz folgend auf der rechten Bachseite abwärts. Dieser Weg führt parallel zum Rad-/Wanderweg, der etwas oberhalb verläuft (bei feuchtem Wetter ist der asphaltierte Weg zu empfehlen). Bald taucht auf die
7. Walzenmühle
1707 am Platz der früheren Hagdornsmühle erstellt. Das Mühlrad drehte sich bis 1930, heute ein Reiterhof.
Auf dem weiteren Weg stehen links immer mal alte Grenzsteine, die man beachten sollte. Auf einem ist die Jahreszahl 1749 auf der Rückseite zu lesen. Der Weg endet an einem Querweg, der von links kommt. Wir gehen nach rechts,
überqueren den Rad-/ Wanderweg und auf dem folgenden Waldweg links weiter, etwa 3 m oberhalb des Rad/Wanderweges. Bäume unter uns das Fachwerk der Kochenmühle, wohin uns auch die Wanderzeichen roter Punkt / rotes Kreuz abwärts führen.
8. Kochenmühle
1451 erbaut, war bis 1931 in Betrieb. Heute als Reitstall genutzt und nicht zu besichtigen.
Wir gehen im Rechtsbogen durch das Gelände auf der Fahrstraße weiter und kommen so an die
9. Obere Kleinmichelesmühle
1709 erbaut, als Getreidemühle bis etwa 1975 in Betrieb.
Der geteerte Fahrweg führt uns direkt in das Gelände eines Sägewerks, wo links am Waldrand die nächste Mühle steht.
10. Untere Kleinmichelesmühle
1417 erste Erwähnung als Getreidemühle. 1907 zu einer Sägemühle umgebaut und bis heute ein Holzsägewerk.
Nach der Durchquerung kommen wir an eine Fahrstraße, der wir nach rechts folgen. Das Fachwerkhaus auf der linken Straßenseite ist die ehemalige
11. Burkhardtsmühle
Die jüngste Mühle im Tal, 1825 als Holzsäge erbaut. Früher gehörten noch eine Hanfreibe (Seilerei) und ein Freibad dazu. Die Säge ist bis heute in Betrieb. Der Reichenbach liefert für die eigene Stromerzeugung mittels einer Kaplanturbine das Wasser.
Wir verlassen jetzt das Reichenbachtal und gelangen in das Aichtal, wenn wir auf dem Wanderweg bleiben, der uns im großen Rechtsbogen auf die andere Aichtalseite führt und vorbei an der
12. Bachenmühle
Sie wurde als Ölmühle schon 1648 betrieben und um eine Getreidemühle 1699 von Matthäus Bach erweitert. Heute nach umfangreichem Umbau als Pferdepension genutzt.
Wir kommen vorbei am Ortsteil "Glashütte" und der
13. Pfäfflesmühle
1864 als Sägmühle von einem Zimmermann Eberwein erbaut, heute ein Wohnhaus und durch Bebauung verdeckt.
Über die Bahnhofstraße, sowie dem Neuen Weg entlang kommen vorbei an der
14. Stadtmühle
1785 als Mahlmühle eingerichtet vom Müller Rudolf Haab und immer noch in Betrieb. Dort finden Sie auch einen Mühlenladen. Ein eigener Mühlkanal treibt eine Turbine zur Stromerzeugung.
Wir gehen links um das Haus, kommen in die Straße Unter der Mauer und gehen wieder nach links, am alten Backhaus vorbei und sind alsbald an unserem Ausgangspunkt.
Tour C
Bebenhausen - Dettenhausen - Waldenbuch
Streckenwanderung
Strecke: 15 km Gehzeit: 4,5 Std. Höhenunterschied: 250 m
Auf dieser abwechslungsreichen Wanderung durchqueren wir den Naturpark Schönbuch.
Wir fahren mit dem Bus der Linie 826 ab Bushaltestelle "Postamt Waldenbuch" Richtung Tübingen bis Bebenhausen. Nach ca. 15 Minuten erreichen wir unser Ziel, das wir sicherheitshalber dem Busfahrer vorher auch sagen, damit er anhält.
Bebenhausen und sein Zisterzienzer Kloster sind eine eigene Besichtigung wert! Der ganze Ort steht unter Denkmalschutz.
Nach dem Aussteigen gehen wir ein Stück zurück, überqueren am Fußgängerüberweg die Landstraße L 1208 (Waldenbuch - Tübingen) und gehen sofort den Forstweg (Spötterweg) mit dem Wanderzeichen roter Strich (Hauptwanderweg Nr. 3 = HW3) aufwärts. Wir wandern ein langes Stück auf einem Waldlehrpfad und finden links den mannshohen Felskegel, "König Wilhelm Stein" von 1916 (Kleindenkmal).
Wir bleiben auf dem Einsiedler Sträßchen, vorbei am Wanderparkplatz Pfeifferstein, benannt nach dem Jäger Wilhelm Pfeiffer, der am 26. Februar 1822, ermordet wurde. Sein Gedenkstein steht etwas abseits im Wald.
Wir betreten das Wildgehege durch das Wildgatter am "Stöckle" (bitte immer geschlossen halten) und entdecken dabei folgenden Spruch am Zaun:
Glaube mir, Du wirst mehr in Wäldern finden, als in Büchern. Bäume und Tiere werden Dich lehren was kein Lehrmeister Dir zu hören gibt. Bernhard v. Clairvaux, gest. 1153
Das Wanderzeichen blaues Kreuz zeigt uns ab hier den Weg bis Dettenhausen. Auf dem "Langer Rücken Sträßchen", einem gut begehbaren Weg zwischen Kirnbach (rechts) und Seebach (links) verläuft der Weg wellenartig, mal auf, mal ab.
Am Querweg der Lindenallee steht links der Baumstumpf einer früher großen Linde, die dem Landforstmeister Otto Schäffer (1898 - 1958) gewidmet war, einem verdienten Forstmann der Nachkriegszeit.
Ein alter Grenzstein (Kleindenkmal) steht deutlich sichtbar ca. 70 m rechts in der Lindenallee. Er zeigt einen Krummstab (Abtsstab) des "Closters" Bebenhausen und die Buchstaben C B. Der Klosterwald ging ursprünglich bis hierher.
Es folgt rechts die neue Bärlochhütte mit der Bärlochwiese, eine Naherholungseinrichtung mit Grillplatz. Hier befand sich früher eine Saatschule. Nach ca. 250 m erscheint die alte Bärlochhütte mit der Bärlocheiche (Naturdenkmal).
In der Fortsetzung des Weges steht rechts die mächtige Kreuzbuche mit dem Kreuzstein (Kleindenkmal). Das Schwedenkreuz zwischen den Wurzeln der Buche erinnert an den unglücklichen Ausgang der Nördlinger Schlacht im August 1634, während des 30-jährigen Krieges (1618 - 1648).
Wir erreichen den Ausgang des Geheges, gehen rechts über den Parkplatz am Zaun entlang und überqueren die Landstraße L 464 (Böblingen - Walddorfhäslach). Auf der gegenüberliegenden Seite wandern wir auf einem schmalen, mit blauem Kreuz markiertem Waldpfad weiter, später abwärts und an einem Forstweg kurz nach rechts und in einem kleinen Tunnel unter der Fahrstraße hindurch. Vor uns liegt nun Dettenhausen. Wir kommen entlang der Sportplätze geradeaus in die Pfrondorfer Straße hinein.
Bei einer Umspannstation führt nach links abwärts das Wanderzeichen blauer Punkt. Dies wäre der kürzeste Weg zu Bahn und Bus, falls Sie hier die Wanderung abbrechen wollen.
Wir aber gehen die Pfrondorfer Straße im Rechtsbogen weiter bis an deren Ende. Jetzt kurz links und gleich wieder rechts an der Durchgangsstraße entlang, ca. 250 m und das Wanderzeichen roter Punkt kommt in Sicht. Ihm folgen wir am Freibad entlang, abwärts ins Naturschutzgebiet Schaichtal und so kommen wir an die
Dettenhäuser Mühle
1383 urkundlich erwähnt. Ein oberschlächtiges Wasserrad von 5 m Durchmesser trieb die Getreidemühle an. Sie war bis 1912 in Betrieb. Heute Sitz einer Firma.
Nach der Kläranlage endet der asphaltierte Weg und geht in einen bequemen Wander-/ Radweg über. In Sichtweite einer Grillstelle mit Schutzhütte führt links (keine Markierung) eine breite Forststraße, auch als Radweg nach Waldenbuch ausgewiesen, aufwärts. Sie führt zum Waldparkplatz Braunacker, den wir erreichen, sobald wir am Scheitelpunkt angekommen sind. Geradeaus weiter zur Landstraße L 1208 (Dettenhausen - Waldenbuch), die wir überqueren und nach rechts auf dem Rad-/ Fußweg ca. 200 m zum Parkplatz Teufelsbruch gehen. Geradeaus nach der Schranke (Wanderzeichen blaues Kreuz) führt uns ein Fahrweg abwärts. Sobald wir aus dem Wald heraustreten sehen wir vor uns Waldenbuch, im Hintergrund oben den Hasenhof und ganz rechts das Industriegebiet Bonholz. Wir kommen vorbei am Hof Waldeck (links) und am Buchenhof (rechts). Später erkennen wir links das Schützenhaus, finden das Wanderzeichen roter Punkt und folgen ihm. Aus dem Tal fließt der Segelbach, dem wir jetzt auf seiner rechten Seite entlang gehen und kommen vorbei an der
Seitenbachmühle
Hier wird seit 1784 bis heute gemahlen. Ein Mühlenladen mit Naturkost erweitert das Sortiment.
Anschließend gehen wir an einem Damwildgehege entlang und kommen im Ort an einer großen Linde heraus. Der Tübinger Straße folgen wir nach links und sind alsbald an unserem Ausgangspunkt.
Tour D
Echterdinger Straße - Siebenmühlental - Schlößlesmühle - Burkhardtsmühle - Waldenbuch
Strecke: 12 km Gehzeit: 3,5 Std. Höhenunterschied: 110 m
Ausgangspunkt für diese Wanderung ist wiederum unsere Wandertafel an der Bushaltestelle "Postamt Waldenbuch", an der wir schon mal den Wegverlauf nachvollziehen können. Wir gehen rechts weg, ein Stück die Stuttgarter Straße entlang, überqueren etwa bei der Tankstelle die Straße und rechts an der selben vorbei. Wir befinden uns jetzt in der Tübinger Straße bis zur nächsten Kreuzung. Gegenüber befindet sich das alte Gasthaus Krone, wo noch heute eine Wirtshaustischplatte mit Schnitzereien aus der Studentenzeit zu sehen ist. Wir gehen um die Ecke und steuern auf den alten Friedhof zu. Das Wanderzeichen blauer Strich führt uns jetzt. In der Mauer sind 3 Sühnekreuze eingelassen und obenauf steht ebenfalls noch ein Kreuz. Ein Blick in den Friedhof sollte man machen, befinden sich doch hier noch interessante Grabmale die teilweise bis in 16. Jh. zurückgehen. Bergauf, die Lange Steige hoch bis links zu einem Treppenaufgang, dessen 124 Stufen wir hoch müssen. Oben angekommen nach links die Oskar-Schwenk-Straße (Oskar Schwenk, 1892 - 1963, Fabrikant und Ehrenbürger der Stadt, Förderer des Waldenbucher Schulzentrums) entlang, bis zum Ende der Straße.
Auf der linken Seite der Echterdinger Straße aufwärts, das Wanderzeichen blauer Strich führt uns vorbei am Stadion, bergauf bis zum Waldrand. Nach der Bushaltestelle "Hasenhof" wechseln wir auf die andere Straßenseite und gehen in den Wald hinein, dort führt eine breite Fahrstraße, die alte "Schweizer Straße" abwärts, direkt ins schöne Siebenmühlental.
Schweizer Straße:
Hier handelt es sich um den alten Handelsweg, den auch die Postkutsche von Stuttgart über Echterdingen, Waldenbuch, Tübingen bis in die Schweiz nahm. Mancher berühmte Mann war hier schon unterwegs:
1793 Schiller, 1797 Goethe, 1810 Uhland, usw.
Nach 1,5 km kommt von links ein geteerter Rad- und Wanderweg (ehemaliger Bahndamm, der Zug fuhr letztmalig 1955), dem wir jetzt ohne Wegmarkierung nach rechts bis zur Burkhardtsmühle folgen. In diesem reizvollen Tal sehen wir links noch die Walzenmühle, Kochenmühle, Obere und Untere Kleinmichelesmühle, in denen allerdings heute nicht mehr gemahlen wird. Wir bleiben auf dem Wanderweg, der uns im großen Rechtsbogen auf die andere Aichtalseite führt und vorbei an der Bachenmühle, dem Ortsteil Glashütte und über die Bahnhofstraße sowie dem Neuen Weg uns nach Waldenbuch zurückbringt.
Tour E
Braunacker - Schaichtal - Neuenhaus - Burkhardtsmühle - Waldenbuch
Strecke: 20 km Gehzeit: 5,5 Std. Höhenunterschied: 170 m
Die Wandertafel an der Haltestelle "Postamt Waldenbuch" ist wieder Ausgangspunkt unserer Wanderung. Wir gehen nach links, entlang der Tübinger Straße bis zur Abzweigung nach Weil im Schönbuch. Folgen Sie dem Wanderzeichen roter Punkt halbrechts leicht abwärts. Er führt uns entlang dem Seitenbach, an der Mühle vorbei Richtung Schützenhaus. Ein Fahrweg führt links bergauf (Wanderzeichen blaues Kreuz), vorbei an 2 Höfen und im Rechtsbogen durch den Wald zu einem Parkplatz. Gegenüber verläuft ein Weg quer durch eine große Streuobstwiese (Braunacker genannt) bis zum Waldrand. Hier bitte nach rechts dem Wanderzeichen blaues U folgen bis zum Waldparkplatz. Jetzt nach links, Richtung Süden, immer leicht bergab. Die 1. Kreuzung wird überquert und nach einigen hundert Meter laufen wir unter der Hochspannungsleitung durch. An der nächsten Gabelung leicht rechts halten über die Schneiße der Bodenseewasserleitung und kurz danach ist man nach großem Linksbogen im Schaichtal angekommen. Wir folgen dem Bachlauf abwärts auf wechselnder Seite bis nach Neuenhaus (roter Punkt, dann blauer Punkt, später blauer Strich).
Unser Wanderweg verläuft vor der Kirche ohne Wegmarkierung, kurz entlang der Kanalstraße, um sofort die Silcherstraße hochzugehen und geradeaus den bequemen Forstweg weiter. Später taucht das Wanderzeichen roter Punkt auf. In Sichtweite der Burkardtsmühle, die wir rechts drüben erkennen, wechseln wir auf den Bundeswanderweg (Rad-/ Fußweg), der uns am Ortsteil Glashütte vorbei nach Waldenbuch zurückführt.
III. Sonstiges
Literatur-Tipps:
Falls Sie sich für eine Wanderkarte interessieren, so empfehlen wir die topographische Karte "Stuttgart Süd L 7320", Ausgabe mit Wanderwegen 1:50.000 oder die topografische Wanderkarte "Naturpark Schönbuch" 1:35.000.
Buck, Dieter:
Das große Buch vom Schönbuch: Natur - Kultur - Geschichte - Orte
Stuttgart: Silberburg-Verlag, 2000. - 157 S.:Ill. ISBN 3-87407-334-5
Buck, Dieter:
Ausflugsziel Schönbuch: Wandern, Radfahren, entdecken
Tübingen: Silberburg-Verlag, 2001. - 167 S., Ill. ISBN 3-87407-375-0
Wilfried Setzler:
Schönbuch - Tübingen - Rammert
Hrsg. Schwäbischer Albverein e.V., Stuttgart
Theiss Verlag, Stuttgart, 1993. - 205 S.: ISBN 3-8062-1081-0
Wie erreichen Sie uns mit Bus und Bahn?
S2, S3, U5 Leinfelden Bf./ Bus 86, 826 Waldenbuch Postamt
Fahrplanauskunft online: www.vvs.de