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Geschichte der Nachtwächter

Die früheste Nennung der Nachtwächter in Waldenbuch kann der ersten erhaltenen Jahresrechnung des Stadtarchivs aus den Jahren 1750 bis 1751 entnommen werden (Abt. Bände Nr. 1). Dort lesen wir auf Blatt 97 bis 98: "Eine beständige Nachtwacht und mehrere Schray (Ausrufe) sind angeordnet worden, und werden ihrer vielen Sorge und Mühe halber beide Nachtwächter zusammen im Jahr 26 Gulden erhalten". Die ersten bekannten Nachwächter waren laut dieser Rechung Jakob Haisch und Christian Gechter. Nach der ebenfalls im Stadtarchiv überlieferten "Württembergischen Landfeuerordnung" von 1752, Seite 4 bis 5, "sollen sich die Nachtwächter in Versehung ihres Amts accurat bezeugen und die Nacht über zur gesetzten Zeit mit sorglicher Circumspection (Ausschau) ihre Schuldigkeit pflichtmäßig tun. Damit solches ununterbrochen geschehe, des Nachts bei jedem Stundenviertel (jeder Viertelstunde), ein jedesmaliges Zeichen entweder mit viel Ruf (vielen Rufen) oder mit viel(en) Blasstößen in eine Horn unfehlbar anzeigen" (Abt. Akten F).

Von den Bediensteten der Stadt gehörten die Nachtwächter mit ihrem Jahresgehalt von je 13 Gulden zu den Spitzenverdienern. Selbst der "rechnende Bürgermeister" (heute Stadtkämmerer) erhielt jährlich nur 5 Gulden 44 Kreuzer. Die Nachtwächter waren jedoch für die Einwohner in den Städten und Dörfern ungemein wichtig, hatten sie doch vor allem nach Brandherden Ausschau zu halten - und zu verheerenden Bränden konnte es angesichts der offenen Feuerstellen in den Häusern und der geringen Löschmöglichkeiten mit Feuer- bzw. Löscheimern sehr schnell kommen.
Turmwächter gab es in Waldenbuch übrigens nicht. Sie waren nur in den größeren Land- bzw. Amtsstädten und den Reichsstädten üblich. In der Residenzstadt Stuttgart gab es einen Turmwächter in der Stiftskirche, der Hauptkirche der Stadt.

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