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Aktuelle Projekte

Areal Sängerheim Glashütte/Kindergarten Glashütte

Aus der Beratung des Gemeinderats vom 27.02.2018

Bürgermeister Michael Lutz führte aus, dass die Stadtverwaltung im Sommer 2017 den Vorschlag unterbreitet hatte, den Kindergarten Glashütte neu aufzustellen. Der eingruppige Kindergarten Glashütte ist aus bestehenden Anmeldungen bis September 2020 mit 28 Plätzen voll belegt. Aktuell können keine weiteren Kinder aufgenommen werden. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen wurden Überlegungen zur Realisierung eines zweigruppigen Kindergartens mit umgebender Wohnbebauung angestellt. Hierbei soll das Personal des Kindergartens Glashütte und die Elternschaft mitwirken, um eine Grundlage für eine Diskussion mit der Nachbarschaft zu schaffen.
 
Stadtbaumeister Joachim Russ stellte dem Gremium eine mögliche Verkehrs-erschließung, die Wasserversorgung sowie die Entwässerung des Gebiets vor. Weiter-führend könnte das Gebiet mit einer Gasversorgung und einer Breitbandversorgung ausgestattet werden. Hinsichtlich der verkehrlichen Erschließung ist geplant, dass die Hauptstraße zukünftig als Haupterschließungsstraße mit einem Wendehammer als Umkehrmöglichkeit fungiert. Stellplätze am Ende des Wendehammers garantieren kurze Wege. Unter der Annahme, dass ein zweigruppiger Kindergarten mit einer Betriebsdauer von zehn Stunden pro Tag realisiert wird und 30 Wohneinheiten geschaffen werden, hat die Stadtverwaltung eine Grobschätzung des Verkehrsaufkommens vorgenommen. Stadtbaumeister Russ erläuterte, dass ein Verkehrsaufkommen mit 20 Fahrzeugen pro Stunde angenommen wird.

Mögliche Verkehrserschließung des Gebiets
Mögliche Verkehrserschließung des Gebiets

Bürgermeister Michael Lutz ergänzte, dass bei einem Bebauungsplanverfahren ein Verkehrsgutachten erforderlich ist. Er dankte ausdrücklich allen Bürgerinnen und Bürgern, die die bisherige Struktur mit viel Herzblut und Schweiß aufgebaut und unterstützt haben.
 
Bauingenieur Wolfgang Kloker erläuterte dem Gremium die bisherige Entwicklung des Projekts. Ausgangspunkt war eine energetische Untersuchung durch das Büro
Büro EnerCheck Ingenieurbüro Letsch von Mai 2017. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Vorgaben des Kommunalverbands für Jugend und Soziales im Bestand nicht eingehalten werden können und zur Einhaltung der Bestimmungen ein Anbau erforderlich ist. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass eine energetische Modernisierung des Gebäudes während des laufenden Betriebs nicht realisierbar ist. Sollte eine energetische Sanierung am Bestandsgebäude erfolgen, würden zusätzliche Kosten für eine Interims-/Übergangslösung zur Aufrechterhaltung des Kindergartenbetriebs entstehen. Hierbei wären die zusätzlichen Kosten für die Sanierung des Kiga im Innenbereich noch nicht berücksichtigt.
 
Das Büro Danner Yildiz Architekten erhielt daraufhin den Auftrag, eine Machbarkeits-studie sowohl für eine Sanierung mit Erweiterung als auch für einen Neubau des Kindergartens zu erarbeiten. Architekt Florian Danner präsentierte dem Gremium in der Sitzung die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Er ging zunächst auf die Untersuchungsergebnisse zur Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte ein, welche in den nachfolgenden Abbildungen dargestellt sind.

Untersuchungsergebnis Sanierung und Erweiterung 1-gruppige Kindertagesstätte
Untersuchungsergebnis Sanierung und Erweiterung 1-gruppige Kindertagesstätte
Untersuchungsergebnis Sanierung und Erweiterung 2-gruppige Kindertagesstätte
Untersuchungsergebnis Sanierung und Erweiterung 2-gruppige Kindertagesstätte

Weiterführend entstanden Überlegungen, eine neue zweigruppige Kindertagesstätte (Ü3) mit umgebender Wohnbebauung zu realisieren. Hierfür wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie zwei Varianten erarbeitet:

Variante 1: Zweigruppige Kindertagesstätte mit umgebender Wohnbebauung
Variante 1: Zweigruppige Kindertagesstätte mit umgebender Wohnbebauung
Variante 2: Zweigruppige Kindertagesstätte mit umgebender Wohnbebauung
Variante 2: Zweigruppige Kindertagesstätte mit umgebender Wohnbebauung

Bürgermeister Michael Lutz unterstrich, dass es bei der Erarbeitung dieses Konzepts wichtig war, mehrere Zielgruppen zu erreichen. Einerseits sollen junge Familien und weitere Kinder erreicht werden. Andererseits soll auch Raum für altersgerechtes Wohnen geschaffen werden. Die dementsprechende Schaffung von Angeboten stellt eine wichtige Aufgabe der Kommunalpolitik dar. Damit sich die Gebäudestruktur in die sensible Umgebung des Schönbuchs einfügt, ist eine Dachbegrünung für die Gebäude angedacht. Durch eine Technikzentrale sollen Synergieeffekte erzielt werden. Der Anspruch an das gesamt Projekt ist, dass das gesamte Umfeld eine Aufwertung erfahren soll. Vor einer möglichen Realisierung müssen allerdings noch viele Schritte auf den Weg gebracht werden. Um das Projekt besser zu veranschaulichen, empfiehlt die Stadtverwaltung, plastische Modelle für die Einwohnerversammlung zu erarbeiten.
 
Die Sprecher der Fraktionen äußerten sich von der Realisierung einer zweigruppigen Kindertagesstätte überzeugt. Diskussionsbedarf gab es noch bei der Art und Anordnung der Wohneinheiten.
 
Stadträtin Heidrun Rohse regte an, eine dritte Variante zu untersuchen, welche den Betrieb der Kindertagesstätte auf zwei Ebenen vorsieht. Architekt Florian Danner nahm dies als Prüfungsauftrag mit.
 
Stadtrat Alf-Dieter Beetz erschienen die Baukosten für die Wohneinheiten als sehr hoch. Er brachte deshalb die Überlegung ein, neben der Kindertagesstätte einzelne Baufelder auszuweisen und diese ggf. mit einer Doppelhausbebauung zu versehen.
 
Für die weiteren Planungen zur Bebauung des Areals Sängerheim Glashütte legte der Gemeinderat einstimmig folgende Rahmenbedingungen fest:
 
a) Es soll eine neue, zweigruppige Kindertagesstätte (Ü3) realisiert werden.
b) Zur Schaffung von Retentionsflächen sollen die Baukörper eine Dachbegrünung erhalten.
c) Das Areal soll über eine zentrale Technikeinheit/Technikzentrale versorgt werden.
 
Zudem beauftragte der Gemeinderat für die Einwohnerversammlung am 12.04.2018 die Erstellung eines Modells der beiden Varianten.
 
-rhi-

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